Über die Imkerei

Wir bewirtschaften eine Imkerei mit 25 Bienenvölkern.  Diese sind auf verschiedene Standorte aufgeteilt. Die Umgebung ist geprägt von Wiesen, Ackerfläche und Mischwäldern. Dadurch entstehen Honige, welche die Vielfalt der Natur wiederspiegeln.

tl_files/senftimkerei/Bilder/imkerei/imkerei_pic.pngIm Frühsommer produzieren die Bienen einen gemischten Blütenhonig  von Obstbäumen, Wiesenblumen und Wildkräutern, die in der Umgebung des Bienenstandes zu finden sind. Dieser wird meist Ende Mai geschleudert.
Im Juni fliegen die Bienen hauptsächlich in die umliegenden Wälder, um den typisch bernsteinfarbigen Waldhonig einzutragen. Ende Juli wird dieser entnommen und geschleudert.
Ab diesem Zeitpunkt werden die Bienen für den Winter vorbereitet.

Die Biene

Wir arbeiten mit der heimischen, aus Kärnten stammenden, Carnica Biene (lat. Apis mellifera carnica).

Sie ist sanftmütig und fleißig. Auch durch ihre Widerstandsfähigkeit ist sie auf der ganzen Welt bekannt. Dennoch muss sie geschützt werden. Aus diesem Grund arbeiten heimische Imkerverbände intensiv an der Königinnenzucht, um eine Vermischung oder Kreuzung mit anderen Rassen zu vermeiden.
Daher legen wir auch auf die Königinnenzucht großen Wert.
In jedem Bienenvolk leben im Sommer etwa 60.000 Arbeitsbienen, ca. 2.000 Drohnen und eine Königin. Aus befruchteten Eiern  entstehen weibliche Bienen und aus unbefruchteten Eiern Drohnen.  Im Mai und Juni  legt die Königin pro Tag bis zu 2.000 Eier. Dies entspricht ihrem eigenen Körpergewicht.

Königin

Die Königin fliegt nur einmal in ihrem Leben zum Hochzeitsflug aus. Dabei wird sie von den Drohnen begattet. Danach legt sie bis zu 2.000 Eier pro Tag. Sie wird ständig von ihrem „Hofstaat“ begleitet und gefüttert. Die Königin  kann  entscheiden, ob sie eine männliche Biene (unbefruchtetes Ei)  oder eine weibliche Biene (befruchtetes Ei) in die Welt setzt. Eine Königin lebt 3-5 Jahre. Wird eine Königin alt und legt nicht mehr genügend Eier, baut das Volk eine „Weiselzelle“ und zieht eine neue Königin auf.

Arbeiterinnen

Der Lebenslauf einer Arbeitsbiene sieht wie folgt aus: 

3 Tage nach der Eilage schlüpft eine winzige Larve. Diese wächst und schwimmt im Futtersaft, um nach weiteren 6 Tagen von den Arbeitsbienen in eine Art Brutzelle gepackt zu werden. Dies machen die Arbeitsbienen durch Deckelung der Wabe mit Bienenwachs, welches sie aus ihren Drüsen entnehmen. Während der nächsten 12 Tage macht die Larve eine vollkommene Verwandlung (Methamorphose)  durch. Am 21.Tag nach ihrer Eilage nagt sie sich schließlich durch den Zelldeckel nach außen.


Die Arbeiterinnnen machen verschiedene Arbeitsstationen im Laufe ihres Lebens durch. Nach dem Schlüpfen putzen sie den Bienenstock. Anschließend kümmern sie sich um die Brut. Als nächstes machen sie aus dem Nektar, den ältere Bienen nachhause bringen, Honig. Danach werden Waben gebaut. Anschließend bewachen sie den Stock vor Eindringlingen.  Erst nach dem 21. Lebenstag fliegen sie aus und sammeln Nektar, Pollen und Wasser.

Drohnen

Die Drohnen fliegen zusammen mit den Königinnen zum Hochzeitsflug aus. Dabei wird die Königin begattet. Im Bienenstock übernehmen die Drohnen keine besonderen Aufgaben. Sie werden von den Arbeiterinnen gefüttert. Da sich die Dohnen nicht verteidigen müssen, haben sie keinen Stachel.  Über den Winter befinden sich keine Drohnen im Bienenstock. Erst im Frühjahr schlüpfen wieder junge Drohnen.

Das Zuhause der Biene

Unsere Bienenvölker werden in Holzbeuten gehalten.  In diesen Beuten hängen Waben aus Wachs, auf denen sich Bienenbrut und Honig befinden.  Um die Gesundheit der Bienen zu gewährleisten, ist es von Zeit zu Zeit notwendig, altes Wabenmaterial zu entnehmen. Dieses wird eingeschmolzen und zur Herstellung neuer Waben (Mittelwände) verwendet. Überschüssiges Wachs wird zu Kerzen weiterverarbeitet.

Eine Königin legt am Tag bis zu 2.000 Eier. Das entspricht dem Gewicht ihres eigenen Körpergewichtes.